Wie alles begann ...

Seit einigen Jahren werden in Österreich zu den aktuellen Problemfeldern und Krisen sowie zu möglichen Lösungsansätzen von unterschiedlichsten Seiten intensive Diskussionen geführt. Im zweiten Halbjahr 2005 mündete ein Teil dieser Diskussionen in den Prozess zur Bildung dessen, was zunächst als „Rat der Zivilgesellschaft“ angedacht war und dann zur Initiative Zivilgesellschaft wurde.

Die drei Ausgangspunkte

Die Fäden, die sich da zusammenwoben, kamen einmal aus dem Prozess der Erarbeitung der „Wiener Deklaration für eine zukunftsfähige Weltordnung“ (als Buch veröffentlicht unter dem Titel „Die Wende der Titanic“ von Herbert Rauch und Alfred Strigl), andererseits von Seiten des Online- und Printmediums Glocalist (Christian Neugebauer) und drittens war es Wolfgang Pekny, damals Think-Tank bei Greenpeace, der mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung in der Umweltbewegung die Frage nach der Zusammenführung der zahlreichen zivilgesellschaftlichen Aktivitäten, Stimmen und Kräfte stellte. Zielvorstellung war die Bündelung aller am Gemeinwohl orientierten zivilgesellschaftlichen Kräfte, denen soziale und ökologische Gerechtigkeit, basierend auf Demokratie und Menschenrechten, globaler Solidarität und Zukunftsfähigkeit am Herzen liegen.

Die Initiative wurde ergriffen und die Formierung eines gemeinsamen Projekts ging voran. Zu der Vierer-Runde stießen schnell andere hinzu, so auch Peter Weish, der Doyen der Umweltszene in Österreich und auch weitere Organisationen, deren größte das ÖKOBÜRO (Koordnationsstelle von WWF, Greenpeace, GLOBAL 2000 und 15 anderer Umweltorganisationen) war.

Neben dem arbeitsteiligen Engagement einzelner NGOs entstand der Versuch einer Gesamtschau aller zukunftsfähigen Entwürfe. Aus den zahlreichen Solisten in der Vielzahl der NGOs sollte ein Orchester werden, das gemeinsam Musik macht und eine Botschaft verbreitet, die bei den Mitmenschen ankommt.

Die erste Konferenz und ihr Initiativkreis

Die Initiative wuchs und als am 6. und 7. Mai 2006 - als erste Frucht dieses Prozesses - die 1. Konferenz Zivilgesellschaft stattfand, waren es bereits 27 aktive Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die, unterstützt durch ihre jeweiligen Vereine oder Institutionen, zur Konferenz einluden:

Walter Appl, Vera Besse, Fritz Binder-Kriegelstein, Bernd Brandstetter, Bettina Dürrheim, Günter Hager-Madun, Jens Karg, Monika Krampl, Sigrid Lanzerits, Josefa Maurer, Christian Neugebauer, Anton Nothegger, Harald Orthaber, Gabriele Pekny, Wolfgang Pekny, Herbert Rauch, Klaus Sambor, Dieter Schindlauer, Markus Schlagnitweit, Gerhard Schuster, Klaus Schuster, Claudia Sprinz, Alfred Strigl, Wolfgang Tomaschitz, Alexander Trinkl, Christiana Weidel, Peter Weish

... und drumherum versammelten sich noch weitere interessierte Menschen. Besonderen Dank für die intensive Mitarbeit in der Startphase gilt neben den bereits genannten auch Christine Oberhammer, Hans Peter Aubauer, Birgit Kohlmair-Schacht, Harald Hutterer, Ines Kanka und Ulli Sambor u.a.

Die Gründung des Vereins – Einheit in der Vielfalt

Damit war der Anfang gemacht. Doch noch fehlte der neu entstehenden Bewegung eine Form. Dazu brachten Ines Kanka und Gerhard Schuster die Organisations-Idee der Einheit in der Vielfalt (EVI-Prinzip) ein und entwarfen ein Statut zur Vereinsgründung. Am 18./19. November 2006 fand dazu eine Klausurtagung statt aus der heraus die weitere Ausarbeitung der Satzung und die Vereinsgründung durch Fritz Binder-Kriegelstein und Gerhard Schuster erfolgte.

Am 4. Juli 2007 fand die konstituierende Generalversammlung des Vereins Initiative Zivilgesellschaft statt. Die Gründungsmitglieder sind:

  • Agenda X – Das junge Zukunftsnetzwerk
  • Aktion ELIANT
  • Aktion »Volksgesetzgebung jetzt!«
  • CCS Nein Danke!
  • ESD
  • FO.FO.S – Forum zur Förderung der Selbständigkeit
  • Forum Wissenschaft und Umwelt,
  • Gegen Korruption in der Wissenschaft
  • Humanistische Plattform – Initiative für eine menschliche Politik,
  • IG-EuroVision,
  • Kreativfabrik
  • Medienkonferenz
  • MitANANDA – Verein zur Förderung der Lebensqualitätsforschung,
  • ÖKOBÜRO,
  • Permakultur Austria,
  • Plattform Footprint,
  • Verein Schüler in Not,
  • Vereinigung für Medienkultur,
  • Zukunftsforum Systemwandel


Hier die aktuelle Liste aller Mitglieder

Als erster Vorstand wurden Wolfgang Pekny (Obmann), Martina Schubert (Obmann Stellvertreterin), Klaus Sambor (Schriftführer), Ines Kanka (Schriftführer Stellvertreterin) Fritz Binder-Krieglstein (Kassier), Daniel Hackenberg (Kassier Stellvertreter) gewählt.

Wie es weiter ging

In der Zwischenzeit gab es weitere Konferenzen (siehe Dokumentation), die fünfte fand erstmals außerhalb von Wien statt: Durch das bei der dritten Konferenz gewonnene Mitglied „Tiroler Stunde“ und ihrem Repräsentanten Georg Pleger tagten wir vom 28. - 30. November 2008 in Innsbruck.

Was kommen wird, hängt von all dem Engagement der jetzt und in Zukunft in der Initiative Zivilgesellschaft tätigen Menschen ab. Die Geschichte geht weiter ...

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